MHG-Studie

Interdisziplinäres Forschungsprojekt „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“

Ergebnisse im Rahmen der Herbstkonferenz der Deutschen Bischöfe am 25. September 2018

Informationen aus dem Bistum Mainz

  • 25.09.2018
  • Mainz

Erklärung von Bischof Peter Kohlgraf

Anlässlich der Veröffentlichung der MHG-Studie am Dienstag, 25. September 2018

Mainz. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat sich anlässlich der Veröffentlichung der MHG-Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ am Dienstag, 25. September, mit einem Brief an alle Gemeinden im Bistum Mainz gewandt.

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Ansprechpartner/in bei Missbrauch im Bistum Mainz


Telefon- und Onlineberatung für Betroffene von sexualisierter Gewalt: www.hilfe-nach-missbrauch.de

Telefonberatung:

  • Telefonnummer: 0800/0005640
  • anonym und innerhalb Deutschlands kostenfrei im Mobil- und Festnetz
  • verfügbar ab Dienstag, 25. September 2018, 11.00 Uhr, bis zunächst Freitag, 28. September 2018
  • täglich besetzt von 14.00 bis 20.00 Uhr – außerhalb dieser Zeiten rufen die Berater nach Wunsch zurück

Internetberatung:

Hilfeportal Sexueller Missbrauch des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs:

Ansprechpartner/in im Bistum Mainz beim Thema sexueller Missbrauch sind:

Richard Seredzun
Tel: 06102 / 599 86 56

Sr. Marie Bernadette Steinmetz RSM
Tel: 06165 / 2081

Informationen zur Studie

Ziel der MHG-Studie ist, den sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche sowohl für die Betroffenen als auch für die Öffentlichkeit so transparent wie möglich aufzuarbeiten.

2014 wurde ein Forschungskonsortium von der Deutschen Bischofskonferenz damit beauftragt. Das Team arbeitet mit unterschiedlichen qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen. Im Fokus steht, belastbare Aussagen über den Umfang des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu finden, aber auch die Strukturen und Dynamiken zu erheben, die solche Tatvorgänge begünstigen.

Die Sichtweisen und Erfahrungen der Betroffenen wurden schon bei der Entwicklung der Studie einbezogen.

Die ursprüngliche Laufzeit vom 1. Juli 2014 bis 31. Dezember 2017 wurde aufgrund des Umfangs und der Komplexität bis September 2018 verlängert.

Die Studie umfasst folgende Teilprojekte

  • Erfassung der Datenlage hinsichtlich von Fällen sexuellen Missbrauchs im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz
  • Qualitative biografische Analyse Betroffener mittels Interviews mit Tätern und Betroffenen
  • Vergleich von Institutionen
  • Analyse von Präventionsaspekten
  • Einbeziehen nationaler und internationaler empirischer Befunde
  • Quantitative Analyse von Stichproben aus kirchlichen Personalakten

Das Forschungskonsortium besteht aus …

… dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim (Prof. Dr. Harald Dreßing, Prof. Dr. Hans-Joachim Salize), dem Kriminologischen Institut der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Dieter Dölling, Prof. Dr. Dieter Hermann), dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Dr. Andreas Kruse, Prof. Dr. Eric Schmitt) und dem Lehrstuhl für Kriminologie der Universität Gießen (Prof. Dr. Britta Bannenberg). Leiter und Verbundskoordinator ist Prof. Dr. Harald Dreßing.

Links: 

MHG-Studie:

https://www.zi-mannheim.de/forschung/forschungsverbuende/mhg-studie-sexueller-missbrauch.html

Informationen der deutschen Bischoifskonferenz:

https://www.dbk.de/themen/sexueller-missbrauch/

Statement von Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz:

https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2014/2014-047a-Statement-Bischof-Ackermann_01.pdf 

Mehr Informationen zum Interdisziplinären Forschungsverbundprojekt:

https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2014/2014-047b-Forschungsverbundprojekt-Praesentation-Konsortium.pdf 

Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs:

https://www.aufarbeitungskommission.de/