MHG-Studie

Interdisziplinäres Forschungsprojekt „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“

Ergebnisse im Rahmen der Herbstkonferenz der Deutschen Bischöfe am 25. September 2018

Informationen aus dem Bistum Mainz

  • 30.10.2018
  • Mainz

Kohlgraf: „Ich möchte von den Betroffenen lernen“

Diskussion zum sexuellen Missbrauch in der Kirche mit dem Mainzer Bischof

Mainz. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat bekräftigt, dass das Bistum Mainz aktuell da-bei ist, Wege zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der Kirche zu gehen: „Wir müssen schauen, dass wir konsequent, mit System und unter Einbeziehung der Betroffenen definieren, was Aufarbeitung bedeutet.“

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  • 05.10.2018

Eine Kultur der Achtsamkeit

Die Kirchenzeitung "Glaube und Leben" im Gespräch mit Dr. Elisabeth Eicher, Präventionsbeauftragte des Bistums

Missbrauchs-Studie – und jetzt? Um Kinder vor sexualisierter Gewalt zu schützen, wird im Bistum Mainz bereits viel getan. Neue Herausforderungen stehen an, weiß Elisabeth Eicher, Beauftragte des Bistums für Prävention.

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  • 05.10.2018

Die Kirche steht (hoffentlich) vor einem gewaltigen Perspektivenwechsel.

„Wort des Bischofs“ von Bischof Peter Kohlgraf in der Kirchenzeitung „Glaube und Leben“ vom 7. Oktober 2018

Im „Magnificat“, dem Lobgesang Marias (Lk 1,46-56), finden wir die Erfahrung, dass Gott die Mächtigen vom Thron stürzt und die Niedrigen erhöht. Ich erlebe die Erschütterung durch die jetzt veröffentlichte MHG-Studie über sexualisierte Gewalt durch Priester, Diakone und Ordensleute auch als eine Erfüllung dieser Glaubensaussage.

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  • 03.10.2018

Der Mensch in der Mitte

Bischof Peter Kohlgraf in Basis-online

In den vergangenen Tagen und Wochen kommt die Kirche nicht zur Ruhe, und mir scheint dies gut und richtig zu sein, dass wir uns nicht beruhigen.

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  • 25.09.2018
  • Mainz

Übersicht zum Thema Sexueller Missbrauch im Bistum Mainz

Zusammenstellung zur Veröffentlichung der MHG-Studie am 25. September 2018

Diese Übersicht führt die verfügbaren Informationen zum Thema „Sexueller Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener“ im Bistum Mainz zusammen. Die meisten dieser Informationen sind vom Bistum Mainz bereits etwa nach Presseanfragen veröffentlicht worden. In diesem Dokument sind die Informationen nun anlässlich der am 25. September 2018 veröffentlichten MHG-Studie zusammengefasst und veröffentlicht. Das Bistum Mainz hat sich an der MHG-Studie mit rund 950 ausgewerteten Personalakten beteiligt.

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Ansprechpartner/in bei Missbrauch im Bistum Mainz


Telefon- und Onlineberatung für Betroffene von sexualisierter Gewalt: www.hilfe-nach-missbrauch.de

Telefonberatung:

  • Telefonnummer: 0800/0005640
  • anonym und innerhalb Deutschlands kostenfrei im Mobil- und Festnetz
  • verfügbar ab Dienstag, 25. September 2018, 11.00 Uhr, bis zunächst Freitag, 28. September 2018
  • täglich besetzt von 14.00 bis 20.00 Uhr – außerhalb dieser Zeiten rufen die Berater nach Wunsch zurück

Internetberatung:

Hilfeportal Sexueller Missbrauch des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs:

Ansprechpartner/in im Bistum Mainz beim Thema sexueller Missbrauch sind:

Richard Seredzun
Tel: 06102 / 599 86 56

Sr. Marie Bernadette Steinmetz RSM
Tel: 06165 / 2081

Informationen zur Studie

Ziel der MHG-Studie ist, den sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche sowohl für die Betroffenen als auch für die Öffentlichkeit so transparent wie möglich aufzuarbeiten.

2014 wurde ein Forschungskonsortium von der Deutschen Bischofskonferenz damit beauftragt. Das Team arbeitet mit unterschiedlichen qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen. Im Fokus steht, belastbare Aussagen über den Umfang des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu finden, aber auch die Strukturen und Dynamiken zu erheben, die solche Tatvorgänge begünstigen.

Die Sichtweisen und Erfahrungen der Betroffenen wurden schon bei der Entwicklung der Studie einbezogen.

Die ursprüngliche Laufzeit vom 1. Juli 2014 bis 31. Dezember 2017 wurde aufgrund des Umfangs und der Komplexität bis September 2018 verlängert.

Die Studie umfasst folgende Teilprojekte

  • Erfassung der Datenlage hinsichtlich von Fällen sexuellen Missbrauchs im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz
  • Qualitative biografische Analyse Betroffener mittels Interviews mit Tätern und Betroffenen
  • Vergleich von Institutionen
  • Analyse von Präventionsaspekten
  • Einbeziehen nationaler und internationaler empirischer Befunde
  • Quantitative Analyse von Stichproben aus kirchlichen Personalakten

Das Forschungskonsortium besteht aus …

… dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim (Prof. Dr. Harald Dreßing, Prof. Dr. Hans-Joachim Salize), dem Kriminologischen Institut der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Dieter Dölling, Prof. Dr. Dieter Hermann), dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Dr. Andreas Kruse, Prof. Dr. Eric Schmitt) und dem Lehrstuhl für Kriminologie der Universität Gießen (Prof. Dr. Britta Bannenberg). Leiter und Verbundskoordinator ist Prof. Dr. Harald Dreßing.

Links: 

MHG-Studie:

https://www.zi-mannheim.de/forschung/forschungsverbuende/mhg-studie-sexueller-missbrauch.html

Informationen der deutschen Bischoifskonferenz:

https://www.dbk.de/themen/sexueller-missbrauch/

Statement von Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz:

https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2014/2014-047a-Statement-Bischof-Ackermann_01.pdf 

Mehr Informationen zum Interdisziplinären Forschungsverbundprojekt:

https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2014/2014-047b-Forschungsverbundprojekt-Praesentation-Konsortium.pdf 

Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs:

https://www.aufarbeitungskommission.de/